Auszüge aus unserem Schulprogramm: 31.12.2005 - 31.12.2011
I. Auf ein Wort
Das vorliegende Schulprogramm stellt einen zweiten Entwicklungsabschnitt in der Schulprogrammarbeit dar. Es führt die erste Darstellung von 2001 fort und gibt für die nächsten Jahre die Richtung an.
Ein Schulprogramm darf kein starres Korsett sein, in das Schule hineingezwängt wird. Es wird die Aufgabe aller an Schule Beteiligten sein, diese Vorhaben immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Dabei sollen besonders die Entwicklungsziele in den Blick genommen werden.
Lothar Kleinschmidt, Rektor
II. Unsere Schule im Überblick
Die „Städtische Katholische Grundschule Hagen“ befindet sich in Sudhagen, einem Ortsteil der
Stadt Delbrück. Sie wird von ca. 115 Schülerinnen und Schülern der Ortsteile Nordhagen und Sudhagen besucht, die in 5 Klassen von 8 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden.
1886 wurde sie als Volksschule gegründet und nach der Schulreform mit dem obigen Namen versehen. 1994 wurde das alte Schulgebäude gründlich renoviert und erweitert. Heute ist die Grundschule Hagen in einem modernen, Licht durchfluteten Gebäude untergebracht, das nach Vernetzung aller Räume auch auf dem neuesten technischen Stand ist. Die Ausstattung mit Lehr- und Lernmitteln sowie neuer Technologie ist hervorragend. Für den Schulsport steht eine sehr gut ausgestattete Sporthalle mit einem großen Freigelände mit Sportplätzen, Laufbahnen, Abenteuerspielplatz und Beach-Volleyballanlage zur Verfügung.
Die Grundschule Hagen bindet sich neben ihrer Unterrichts- und Erziehungsarbeit in die Kirchengemeinde und Gemeinde ein. Das gilt für gemeinsame Gottesdienste, Erstkommunion, Schul- und Sportfeste, Sportabzeichenaktionen, Basare und andere Feierlichkeiten. Viele Eltern der Schülerinnen und Schüler sind gern gesehene Helfer als „Lesemütter“ und Sporthelferinnen.
Betreuung von „Acht bis Eins“
Seit Schuljahresbeginn 2005/2006 besteht der Betreuungsverein „Schatzinsel“, der die Betreuung der
Kinder nach dem Unterricht bis ein Uhr und in der Hälfte der Ferienzeit gewährleistet.
Nach guter Anlaufphase hat sich die Akzeptanz weiterhin erhöht. Zur Zeit werden zwei Gruppen mit insgesamt
knapp 30 Kindern betreut.
Förderverein
Ein aktiver Förderverein unterstützt die Schularbeit durch Geld- und Sachspenden. So konnten in den letzten Jahren viele Pausensportgeräte, zusätzliche PCs und Lehr- und Lernmittel angeschafft werden.
Klassen- und Unterrichtsfahrten werden mit großzügigen Geldmitteln gesponsert.
Adressen:
Städtische Katholische Grundschule Hagen
Schlinger Straße 47
33129 Delbrück
Tel.: 05250/8704
Fax: 05250/933988
E-Mail: 127577@schule.nrw.de // lothar.kleinschmidt@stadt-delbrueck.de
III. Unser Leitbild
Unser Profil als katholische Grundschule
Unser Unterricht basiert auf der Grundlage der für alle Grundschulen geltenden Richtlinien und Lehrpläne für das Land Nordrhein-Westfalen. Danach ist das vorrangige Ziel die Persönlichkeitsbildung des jungen Menschen, die in ganzheitlicher Erziehung personale, soziale und fachliche Bereiche miteinander verbindet. Die natürliche Lernfreude unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern und zu erhalten ist dabei ein wichtiges Prinzip für unsere tägliche Arbeit.
Wir betrachten es als besondere Aufgabe, Kinder zum Glauben hinzuführen und in das Leben der katholischen Kirche einzuführen. Christliche Grundsätze sollen den Unterricht, unser Erziehungshandeln und das gesamte Schulleben prägen.
Unsere Grundschule soll sich dem Leben sowie den technischen Errungenschaften der modernen Gesellschaft öffnen. Sie darf aber nie aufhören, sich mit dem Zeitgeist und der Moderne auseinander zu setzen und kritisch zu hinterfragen.
Unterrichtspraktische Verwirklichung
Unsere Grundschule steht für erziehenden Unterricht, der sowohl
fachliche Bildung
als auch
die Verantwortung der Schülerinnen und Schüler für ihr Leben
im Blick hat. Von der Verantwortung für die eigene Person ausgehend sollen unsere Kinder fortschreitend lernen, Verantwortung für die Mitschülerinnen und Mitschüler, für Gemeinde und Pfarrgemeinde und für die Umwelt und Welt zu übernehmen. Wir Lehrerinnen und Lehrer wollen sie dabei durch professionelle Gestaltung des Unterrichts mit entsprechenden Inhalten, Methoden und vielfältigem pädagogischen Handeln unterstützen.
Die Ziele im Einzelnen:
Verantwortung für die eigene Person
- Stärkung der Selbstachtung und des Selbstwertgefühls
- Verantwortung für die eigene Gesundheit (Verkehrserziehung, Gesunderhaltung, Gesunde Ernährung, „Mein Körper gehört mir“, Zahngesundheit)
- Einhaltung von Absprachen – Erziehung zur Verlässlichkeit
- Verantwortung für Mitarbeit im Unterricht und Hausaufgaben
- Bereitstellung aller Unterrichtsmaterialien
- Sorgsamer Umgang mit Lernmitteln, Einrichtungsgegenständen und Medien
Verantwortung für die Mitschüler/Innen und die Schule,
- Übernahme von Gemeinschaftsaufgaben in der Klasse
- Mithilfe zur Lösung von Konflikten
- Lernen von gegenseitigem Respekt
- Bereitschaft zur Integration aller Schülerinnen und Schüler
- Einhaltung von Klassen- und Schulregeln
- Patenschaften für Erstklässler
- Helferaufgaben in und außerhalb des Unterrichts
- Wahrnehmung von Mitbestimmungsaufgaben
- Lernen in Gruppen
- Gemeinsame Organisation von Festen und Feiern
Verantwortung für die Gemeinde und Pfarrgemeinde
- Leben und Erleben des Kirchenjahres
- Vorbereitung und Mitgestaltung von Schulgottesdiensten
- Teilhabe am Vereinsleben
- Öffnen der Schule bei Schulfesten und Theaterstücken
- Kindgemäße Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben
Verantwortung für die Umwelt und Welt
- Pflegliche Behandlung unseres Schulhauses und des Schulgeländes
- Müllvermeidung und Mülltrennung – Stärkung des Umweltbewusstseins
- Kindgemäße Teilhabe an demokratischen Verfahren – Anbahnung demokratischen Denkens
- Einstellung zu anderen Religionen, Ausländern und Andersdenkenden
IV. Unsere Schulregeln
Mit nur 7 den Kindern verständlichen Regeln bringen wir die Werte des Zusammenlebens auf den Punkt:
- Ich bin freundlich zu anderen Kindern und Erwachsenen.
- Ich nehme auf andere Rücksicht.
- Ich tue niemandem weh.
- Ich kann draußen rennen und toben, im Schulgebäude verhalte ich mich ruhig.
- Ich achte das Eigentum der anderen und unserer Schule.
- Ich befolge die vereinbarten Regeln der Schule und komme pünktlich zum Unterricht.
- Ich beachte die Stopp-Regel.
V. Unsere Entwicklungsziele auf dem Weg bis 2011
Im Folgenden werden unsere aktuellen Arbeitsfelder dargestellt, die auf den Unterricht einwirken und die die fachliche und pädagogische Arbeit beeinflussen. Wir wollen sie neben unserer Unterrichtsarbeit in den Blick nehmen.
Eingangsdiagnose und Förderung für die Erstklässler
Seit Jahren arbeiten wir an immer verbesserten Testverfahren für unsere Erstklässler. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, an welchen Stellen Förderbedarf besteht. Daraus resultiert ein Förderunterricht, der an dem individuellen Bedarf der Kinder ausgerichtet ist. Am Beginn der Eingangsphase soll besonderes Augenmerk auf Verbesserung der Basisfähigkeiten gelegt werden, spätere Förderung zielt vermehrt auf Wiederholung und Übung des Unterrichtsstoffes.
Förderung der Lesekompetenz und Lesemotivation
Dieses Vorhaben zieht sich wie ein roter Faden durch alle Klassenstufen. Die Erkenntnis, dass nur ein guter Leser die an ihn gestellten Anforderungen im Zeitalter moderner Technologie erfüllen kann, ist nicht neu, aber wird nun endlich als wichtiges Bildungsziel für alle Fächer und Lebensbereiche auf dieser Welt propagiert. Aktivitäten wie diese unterstützen das Ziel: Vorleseaktionen, Autorenlesungen, Besuch der Bibliothek, intensive Nutzung der Schülerbibliothek, „Antolin“, Zeitung in der Schule, Vorlesen der Schüler im Kindergarten, Lesen von Ganzschriften, Lösungshilfen für Arbeitsaufträge und Sachaufgaben, u. v. mehr.
Sportförderunterricht
Nach Durchführung einer umfangreichen Fortbildungsmaßnahme wurde eine Lehrkraft qualifiziert, Sportförderunterricht durchzuführen. Das geschieht nun in allen Klassen und hilft, die Grundvoraussetzungen der betreffenden Schüler zum Lernen im kognitiven und motorischen Bereich zu verbessern.
Sicherheitskonzept
Einen breiten Raum nimmt die Erarbeitung eines Sicherheitskonzeptes ein. Neben schuleigenen Regelungen wird derzeit die „Notfallmappe“ der Landesregierung eingeführt, die angemessene Reaktionen auf alle möglichen Formen von Unglücks- und Notfällen in der Schule hervorrufen soll. Allgemeine Abläufe werden konkret auf die Situation in unserer Schule zugeschnitten, damit alle Beteiligten im Ernstfall gut vorbereitet sind.
Absprachen in Deutsch und Mathematik – Kriterien für Leistungsbewertung
In den Kernfächern wurden grundlegende Absprachen zur Leistungsbewertung, zur Durchführung von Arbeiten, zur Korrektur, zu Themenbereichen u. v. m. getroffen. Eltern und Schüler werden ausführlich darüber informiert, damit die Anforderungen klar sind.
Gesundheitskonzept
Unser Ziel ist es, das Gesundheitskonzept nicht nur als Bestandteil des Sachunterrichts zu verstehen, sondern als integralen Bestandteil des Schullebens. Die Einzelelemente beweisen den großen Umfang des Vorhabens, das für unsere Kinder so wichtige Hilfen für das tägliche Leben anbieten soll: Sportabzeichenaktion, Laufabzeichen- und Ausdauertraining, Gesundes Frühstück, Hygieneerziehung, Zahnhygiene, Radfahrausbildung, „Leichter Tornister“, Bewegungspausen im Unterricht, Trinken im Unterricht, Pausensport, „Felix Fit“, Gesundes Sitzen u. v. m.
Teilnahme an Wettbewerben
Wettbewerbe gehören zum Leben der Kinder dazu. Denn Kinder sind von sich aus bereit, etwas zu leisten. Wenn diese Leistung im Vergleich mit anderen erbracht werden kann, sind Begeisterung und Motivation oft im Überschwang vorhanden. Jungen und Mädchen unterscheiden sich im Wettkampfverhalten voneinander. Darum ist eine ausgewogene Auswahl vonnöten. Die Teilnahme am „Landesweiten Mathematikwettbewerb“, an Sportveranstaltungen wie Waldlaufmeisterschaften, Fußball- und Basketballturnieren, Bundesjugendspielen, Sportabzeichenwettbewerben, an Malwettbewerben u. a. sollen regelmäßig erfolgen.
Selbstbehauptungs– und Coolness-Training
Kinder stark machen in dieser Gesellschaft ist ein wichtiges Ziel von Erziehung. Dazu bedarf es vieler Anstrengungen. Sie zu befähigen, in Konfliktsituationen richtig zu reagieren, ist Ziel dieses Trainings. Mit außerschulischen Partnern sollen auch in Zukunft, nach Jahrgängen abgestuft, Angebote in dieser Hinsicht gemacht werden.
Fortbildungskonzept
Fortbildung soll schwerpunktmäßig schulintern an den Aufgaben der Schule angelehnt geschehen. Für uns bedeutet das, dass schwerpunktmäßig folgende Qualifizierungsmaßnahmen bzw. Fortbildungen für das Kollegium oder einzelne Kollegen in dem genannten Zeitrahmen durchgeführt werden: Sport Förderunterricht, Diagnose basaler Fähigkeiten und deren Förderung, Gesundheitserziehung, Sicherheitsschulungen und Ersthelferausbildung, „Neue Medien“, „Korrespondenzschule“, Fortbildung in den Fächern.
„Kopfnoten“
Die Auseinandersetzung mit den Noten für Arbeits- und Sozialverhalten geschieht begleitend im Schuljahr. Die aufgestellten Kriterien, die Verfahrensweise bei Erstellung der Noten und die Vergleichbarkeit sind eine permanente Aufgabe.
Auseinandersetzung mit allen neuen Lehrplänen – Englisch ab Klasse 1
Ab dem 01.08 2008 werden in der Grundschule neue Lehrpläne eingeführt. Sie in den Schulen zu implementieren, Arbeitspläne zu erstellen, Bücher auszuwählen usw. ist unsere Aufgabe. Vor allem muss das Augenmerk auf das Fach Englisch gelegt werden, da ab Januar 2009 auch in den ersten Klassen Englisch unterrichtet wird.
Selbständige Schule
Der Tenor geht dahin, dass in wenigen Jahren alle Schulen so genannte „selbstständige“ Schulen werden. Unser Kollegium dafür zu qualifizieren betrachten wir als Zukunftsaufgabe. Daher stellen wir uns dieser Herausforderung und informieren uns über die „Korrespondenzschule“.
VI. Unser Jahresplan 2010/2011 - Zielsetzung für die pädagogische Arbeit
Konkret arbeiten wir in diesem Schuljahr an folgenden Aufgaben:
- Entwicklung eines für alle Fächer durchgängigen Leistungskonzepts
- Optimierung des Förderkonzepts
- Weiterführung des Konzepts "Lernen, lernen"
- Weiterführung und Pflege des Coolness Trainings