„Der Turm ist 76 m hoch, jedes Rotorblatt fast 27 m lang. Ganz Boke könnte unsere Windkraftanlage (WKA) mit sauberem Strom versorgen“, erklärten Manfred und Gertrud Pötting der 3b. Die Klasse war an diesem sonnigen, aber kaltem Morgen den Erneuerbaren Energien Wind und Wasser auf der Spur.
Und die führte sie zuerst zum Windpark Widey im Salzkottener Ortsteil Scharmede. Die Tür zur WKA hatte Manfred Pötting weit geöffnet und so erfuhren die Boker Kinder unmittelbar aus erster Hand viel über Aufbau, Konstruktion und Wirkungsweise einer WKA . Vorbei an der E 66, mit über 140 m Höhe der Riese im Windpark Widey, ging es dann in die Sälzer Stadt. Das Wasserkraftwerk an der Heder war die zweite Station in Sachen Erneuerbare Energien. Auch hier stand den Boker Kindern die Tür zum Maschinenhaus weit offen. Die Turbine in der Heder ließ den Generator in diesem Augenblick doch 8 Kilowatt Strom produzieren. „Wie ein Dynamo, bloß ein bisschen größer. Das ja gegenüber der Windkraftanlage nicht viel“, meinte Tim. „Aber es ist doch auch sauberer Strom, ohne CO2 und Atomkraft“, stellte Berenike fest. Immerhin – das Wasserkraftwerk produziert Strom für fast 200 Straßenlaternen. Dass die Wasserkraft schon früher für den Antrieb von Mühlen genutzt wurde, konnten die Boker in der nahe gelegenen Rapsmühle sehen. Der Salzkottener Mühlenchef Ulrich von Sobbe ließ es sich nicht nehmen, das alte Mühlrad und Mahlwerk in Funktion zu setzen und wurde von den Kindern und ihrem Klassenlehrer Dr. Henry Meier mit dem alten Volkslied, doch geändertem Text verabschiedet: „Es dreht die Turbine im rauschenden Bach, der Generator elektrischen Strom dann draus macht ...“ Und an ihm kamen die Boker Kinder auf ihrem Weg zu Erneuerbaren Energien auch noch vorbei – dem Solarpark Salzkotten im Berglar. Hier sind gerade die ersten riesigen „Sundriver“ aufgestellt sind, die aus Sonnenlicht Strom machen.
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